Fluchtpunkt Saargebiet – Lebenswege politisch verfolgter Menschen 1933-35 und der Bezug zur Gegenwart

Ein Erinnerungsprojekt des Adolf-Bender-Zentrums im Kooperationsverbund

Förderzeitraum:  Januar 2020 – Dezember 2022
Zielgruppe:          Jugendliche ab 14 Jahren
Projektleitung:    Celina Grasse

Das Projekt

Das Saargebiet befand sich in den Jahren 1933-35 in einer besonderen Situation, da es seit dem Inkrafttreten des Versailler Vertrages 1919 unter der Regierung des Völkerbundes stand. Zahlreiche frühe Opfer des Nationalsozialismus nutzten es nach der „Machtergreifung“ Hitlers als Fluchtpunkt, als Zwischenstation zur Emigration, sowie als Ort zur Vernetzung mit Gleichgesinnten. Ziel ist es, mit jungen Menschen Biografien von politisch verfolgten Menschen aufzuarbeiten und einen Bezug zur Gegenwart herzustellen, in dem sie sich mit den Themen Flucht&Asyl und Widerstand beschäftigen.

Die Jugendlichen folgen im Archiv des Studienkreises Deutscher Widerstand und in der Gedenkstätte KZ Osthofen den Spuren interessanter Persönlichkeiten, wie der Sozialdemokratin und Frauenrechtlerin Marie Juchacz, des jüdischen Sozialdemokraten Max Tschornicki oder des Journalisten und Kommunisten Gustav Regler, die aktiv gegen das NS-Regime gekämpft haben.

Neben Recherche-Workshops mit Quellenmaterial und der Aufbereitung biografischer Skizzen mit Hilfe von Tablets finden ein Gedenkstättenbesuch im KZ Osthofen sowie ein erlebnispädagogisches Wochenende statt.

In den nächsten 3 Jahren werden wir zusammen mit den Kooperationspartnern Studienkreis Deutscher Widerstand 1933-45 Frankfurt, dem NS Dokumentationszentrum KZ Osthofen und dem Landesinstitut für Präventives Handeln das Projekt „Fluchtpunkt Saargebiet“ durchführen.

Zielgruppe & Zielsetzung

Im Verlauf des Projektes erschließen sich die Jugendlichen ein Grundwissen zu den Themen Widerstand, Flucht/Asyl, und den Schicksalen politisch verfolgter Menschen und werden für diese Themen in Vergangenheit und Gegenwart sensibilisiert.

Das Projekt richtet sich an Jugendliche ab 14 Jahren und wird von qualifizierten Pädagog_innen des Adolf-Bender-Zentrums und der Kooperationspartner durchgeführt. Das Angebot kann flexibel auf die Bedürfnisse der Lerngruppen angepasst werden und richtet sich daher an alle weiterführenden Schulen, sowie Gruppen der außerschulischen Jugendarbeit. Es ist für Schulklassen und Jugendgruppen im Saarland kostenfrei.

Pro Projektgruppe finden 8-12 Workshops statt, in denen die Inhalte partizipativ mit den Teilnehmenden erarbeitet werden. Die Workshops dauern je zwei bis vier Unterrichtsstunden. Daneben wird es eine Exkursion in die Gedenkstätte KZ Osthofen und ein erlebnispädagogisches Wochenende geben.

Flyer Kontakt

 

Das Projekt „Fluchtpunkt Saargebiet“ wird durch das Programm „Jugend erinnert“ der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, das Landesinstitut für Präventives Handeln und den Landkreis St. Wendel gefördert.

Fördererlogos / Kooperationslogos

LPH Logo mit Landtag des SaarlandesLogo Landkreis St. Wendel