Antisemitische Vorfälle im Saarland – Jahresbericht 2024

Auch im Jahr 2024 kam es im Saarland erneut häufig zu antisemitischen Vorfällen im Zusammenhang mit Demonstrationen. RIAS Saarland dokumentierte antisemitische Vorfälle auf 30 Versammlungen. Zudem registrierte die Meldestelle eine hohe Zahl antisemitischer Massenzuschriften. Diese machten 44 Prozent aller gemeldeten Vorfälle im Jahr 2024 aus.

„Seit der Gründung von RIAS Saarland im Jahr 2021 haben wir noch nie so viele antisemitische Vorfälle erfasst wie 2024“, sagt Petra Melchert von RIAS Saarland. „Seit dem 7. Oktober 2023 und dem darauffolgenden Krieg besteht eine dauerhafte Gelegenheitsstruktur. Täterinnen und Täter nutzen diese immer wieder für antisemitische Äußerungen und Handlungen.“

Darüber hinaus ereigneten sich antisemitische Vorfälle im Saarland im Jahr 2024 an sehr unterschiedlichen Tatorten. „Die Vielfalt der Tatorte zeigt, wie alltäglich Antisemitismus auch im Saarland auftritt“, erklärt Petra Melchert. „Antisemitismus prägt damit den Alltag. Für Betroffene bedeutet das eine anhaltende Unsicherheit und eine permanente Konfrontationsgefahr.“

Die Meldestelle RIAS Saarland dokumentiert antisemitische Vorfälle im Saarland nach bundesweit einheitlichen Kriterien. Weitere Informationen finden Sie unter:
https://www.report-antisemitism.de/rias-saarland/

Antisemitische Vorfälle melden
Betroffene und Zeug*innen können Vorfälle online über report-antisemitism.de melden. Alternativ erreichen Sie RIAS Saarland per E-Mail unter info@rias-saarland.de oder telefonisch unter (06851) 80 82 79-1.

Den vollständigen Jahresbericht gibt es hier zum Download:

Jahresbericht RIAS Saarland 2024